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Der Hitdorfer und die
Fähre |
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Die
Geschichte der Hitdorfer Fähre
Die
Geschichte der Hitdorfer Fähre ist über 450 Jahre alt. Sie
überquerte den etwa 400 Meter breiten Rhein als fahrende Brücke und
schuf die kürzeste Verbindung zwischen Der bergischen Industrie und
der freien Reichsstadt Köln. Der Fährbetrieb begann mit einfachsten
Booten wie dem Nachen (flaches, kompaktes Boot, meist Einbaum) und
Schalden, auf denen auch Vieh und schwere Handelsgüter transportiert
werden konnten. |
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Die
erste Hitdorfer Grossfähre,
die ab 1930 in Betrieb war, bei der Überfahrt.
Die
Rheinfähre, die 1930 dem Verkehr übergeben wurde, ist erbaut
von der
Meidericher Schiffswerft
Thomas & Co. in Duisburg.
Sie hat eine Antriebsmaschine aus der
Deutzer Gasmotorenfabrik von 100 Ps.
Die Fähre ist 40 m lang und hat eine
Breite von 13 m. Für 1000 Personen ist auf der Fähre bequem
Platz. 15 Lastwagen oder 30 Personenwagen können mit einer
Fahrt über den Rhein abtransportiert werden.
Die Stadt Köln, Hitdorf und der Landkreis Solingen-Lennep
haben 400 000 RM für die Fähre und Zufahrtsstraße
aufgebracht. |
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"Fritz Middelanis" seit 1962
im Hitdorfer Fährbetrieb
Fritz Middelanis, die
1962 dem Verkehr übergeben wurde, ist erbaut von der
Schiffswerft
in Oberwinter
Ferdinand Clausen
Sie hat 4 Stellmotoren mit einer Gesamtleistung von zusammen
480 PS. Die Länge und die Breite der Fähre betragen 42 x
11m. Ausgelegt ist die Fähre für bis zu 250 Personen, 21 -
24 PKW und LKW mit einer Achslast von bis zu 32 Tonnen.
Das maximal Gewicht der Fähre beträgt 130 Tonnen, bei einer
Zuladung von 65 Tonnen Nutzlast. |
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Foto: Michael
Hohmeier, Stadtarchiv Monheim |
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Foto: Astrid
Behrendt, Spaziergang durch das alte Hitdorf |
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Die Fährleute und Rheinschiffer
Johann ("dä
Schäng") Meyer (links) und
Willi ("die
Flejsch") Schmitz, 50er Jahre auf der ersten Hitdorfer
Grossfähre. Johann Meyer stammte von einer bekannten
Schifferfamilie ab: dem Fährmann Peter Meyer, der jahrlang
mit der Schalde über den Rhein gefahren ist. Johanns Frau
Elisabeth ("dat Lieschen") war eine geborene Kautz, die
mehrere Handelsschiffe fuhren. |
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Foto: Heinrich Peter Schmitz,
Langenfeld |
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Das Bild vom 1. Mai 1961
zeigt den aus Mainz stammenden Hitdorfer Fährmann Edmund
Juli, im Steuerhaus der alten, ersten Hitdorfer Motorfähre,
die kurze Zeit später durch die neue (aktuelle) Fähre
ersetzt wurde. Edmund Juli war gelernter Rheinschiffer und
hatte seine Frau Anna, geb. Hermanns, auf dem Rhein kennen
gelernt. Anna war eine gute Schwimmerin.
Das verschlug den Mainzer Jung nach Hitdorf auf die
Rheinstraße, wo er sofort Anstellung als Fährmann bekam. |
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Foto: Josef Greulich, mit Genehmigung von Michael Hohmeier,
Stadtarchiv Monheim |
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Das
Fährrecht wurde nicht bestimmten Personen, sondern einer Gemeinde
zugesprochen, weshalb jeder, der die nötige Qualifizierung mit sich
brachte, das Gewerbe ausüben durfte.
Die Geschichte der Fähre ist auch eine der ständigen
Auseinandersetzungen. Zwar war es verboten, sich gegenseitig die
Kundschaft abzujagen, doch die zahlreichen Gerichtsunterlagen
belegen, dass dies häufig genug der Fall war. 1654 wurde
Schaldenfahrer Gudert Grisen auferlegt, ein halbes Ohm (137,4 Liter)
Bier zu spenden, nachdem er unberechtigterweise Kölner Kaufleute
„bedient“ hatte. Es wurde den Schiffern im Bauergeding (alte
Rechtsordnung für Hitdorf) untersagt, den Handelsleuten „bis ins
Feld entgegenzulaufen“. Die Kundschaft hatte unbedrängt ins Dorf zu
gelangen und wer dann als erster zur Stelle war, der sollte den
Zuschlag bekommen.
Auch kam es vor, dass dem Kunden während des Übersetzens ein höherer
Preis abverlangt wurde. Bei Zahlungsweigerung wurde der Passagier
wieder zurück an Land gebracht.
(Auch hierfür war ein Ohm Bier Strafe fällig.) |
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Bild vom 1. Mai
1961 auf der ersten Motorfähre in Hitdorf.
An Bord der
Hitdorfer Fähre haben sich typische Auto der
Wirtschaftwunderjahre versammelt: VW, DKW, Opel, Mercedes,
Borgward. Die alte Motorfähre musst mit der Längsseite an
der Landungsbrücke festmachen. Das war ab 1962 mit der
"neuen" (aktuellen) Motorfähre dann anders, mit ihren
schwenkbaren Klappen an Bug und Heck.
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Foto: Josef Greulich,
mit Genehmigung von Michael Hohmeier, Stadtarchiv Monheim |
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Fritz Middelanis
Geschäftsführer der
Hitdorfer - Fährgesellschaft
vom
01.04.1931 - 01.04.1954 |
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Die
alten Fähr-Nachen
um 1915 am
"Meyer´s
Loch"
Im Hintergrund gut zu
erkennen
das alte Hitdorfer Rathaus. |
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Foto: Michael
Hohmeier, Stadtarchiv Monheim |
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Foto: Michael
Hohmeier, Stadtarchiv Monheim |
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Die alte Hitdorfer Motorfähre legt hier am
1. Mai 1961 seitwärts am Hitdorfer Fähranleger an. Es wartet
eine Borgward Isabella TS Cabriolet aus dieser Zeit
(vermutlich Baujahr 1958), um nach Langel überzusetzen,
sowie einige sonntäglich gekleidete Fußgänger. Der seltene
und edle Borgward von damals wurde in Bremen gebaut und zum
Cabrio bei der Firma Deutsch in Köln umgebaut. Das Gefährt,
wie es da steht, kostete damals stolze 10.000,- D-Mark, ein
Vermögen zu jener Zeit. Es hatte 75 PS und fuhr 150 KM/h
Spitze. Heute ein gesuchtes Liebhaberstück, gesehen an der
Hitdorfer Fähre, wo sonst...? |
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Foto: Josef
Greulich / Stadtarchiv Monheim |
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Mitte des 18. Jahrhunderts kam es zu einem Streit mit den Langeler
Schiffern um das alleinige Fährrecht der Hitdorfer, der sich mehr
als 100 Jahre hinziehen sollte. Es gab tätliche Angriffe und
Beschlagnahmungen auf der Langeler Seite, so dass schließlich sogar
Militär vor Ort für Frieden sorgen sollte. Nach einem schier
endlosen Gerichtsstreit wurde ein geteiltes Fährrecht beschlossen.
Da jedoch nur die Hitdorfer die benötigten Fährnachen besaßen,
übernahmen sie schließlich mit verschiedenen Auflagen erneut den
beidseitigen Fährbetrieb, der an Peter Meyer verpachtet wurde.
Doch die Schiffer hatten mit der Eisenbahn und der Dampfschifffahrt
ernst zu nehmende Konkurrenz beim Gütertransport bekommen, woraufhin
der Fährbetrieb immer weiter zurück ging.
Im Zuge der Industrialisierung nach 1870 zeigte sich jedoch bald,
dass die
neu entstandenen Verkehrsbedürfnisse nicht mehr abzudecken waren.
Angeregt durch die IG. Farbenindustrie Leverkusen, die eine
verbesserte Verbindung zu ihrem Werk in Dormagen wünschte, wandte
sich Bürgermeister Dr. Müller am 1. Januar 1924 an Stadtveraltung
und Behörden, um für die Anschaffung einer neuen Fähre zu werben,
die auch Fahrzeuge transportieren und den Straßenverkehr übernehmen
könnte. Die Städte Köln, Hitdorf und der Landkreis Solingen - Lennep
schlossen sich zu einer Fährgemeinschaft unter der Leitung von Fritz
Middelanis und Kreisdirektor Brandt aus Opladen zusammen, um das
Projekt zu finanzieren.
1930 konnte
die erste Hitdorfer Großfähre in Betrieb genommen werden, die 40
Meter lang, 13 Meter breit und mit einer Antriebsmaschine von 100 PS
ausgestattet war. Fritz Rings und nach ihm Wilhelm Rings übernahmen
den Pachtvertrag. Wegen Unwirtschaftlichkeit wurde sie schließlich
verkauft und fand in Süddeutschland einen Ankerplatz als
Restaurantschiff wo sie allerdings bei einem Brand zerstört wurde.
Ab 1962 nahm
die neue und schnellere Motorfähre mit dem Namen Fritz Middelanis
fahrt auf. Die Konkurrenz der neuen Autohahnbrücke zwischen den
beiden Städten bewirkte ab 1965 empfindliche Einbußen für die Fähre.
Nachdem Hitdorf Stadtteil von Leverkusen wurde, gründeten die Städte
Köln und Leverkusen die Gesellschaft „Rheinfähre Köln - Langel -
Hitdorf GmbH‘.
Auch wenn die
Fähre an verkehrstechnischer Bedeutung verloren hat, ist sie ein
geliebter Teil Hitdorfs - besonders zum Karnevalszug in Langel und
eine gern
genutzte Ausweichmöglichkeit für staugeplagte Autofahrer.
Text: Astrid Behrendt,
Spaziergang durch das alte Hitdorf |
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Liebe Hitdorfer, Gäste und Besucher,
Was wäre eine historische
Geschichtsseite wie diese hier, ohne die Berichte
von "alten Hitdorfern", die uns auch heute noch als "Zeitzeugen"
Anekdoten
und Geschichten von und über Hitdorf erzählen könnten?
Deshalb danken wir all
jenen, die uns mit ihrem Wissen und den Geschichten
beim Aufbau dieser Web-Seite geholfen haben und auch in Zukunft
helfen werden!
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Anekdoten von "Hitdorfern"
über "Hitdorfer" |
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Meyer´s Schäng Der Fährmann
Einer der
Fährrecht-Eigner war der Fährmann Peter Meyer vom Hitdorfer Lohr. Er
hatte seinen Fährnachen am Kopf des Hitdorfer Hafens, wo heute das "Od"
anfängt. Wir...
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Meyer´s Schäng und der Ewige Mucks
Schäng Meyer war ein komischer Kautz.
Er wohnte auf seinem alten Schokker, mitten im Hitdorfer Hafen,
tagsüber. Abends ging er hoch in sein...
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Last-Update:
06.03.2009 16:25:32 |
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